Unser Metier ist die Boulevard-Komödie

Abendfüllende Verwechslungs- und Seitensprungkomödien, aber auch Krimikomödien führen wir an verschiedensten Spielorten auf.

Wir verstehen uns als Tourneetheater und bieten in den ersten vier, fünf Monaten eines Jahres in Theatern, Kur- und Gemeindehäusern, Sportvereinen sowie in Gastronomiebetrieben und sonstigen Veranstaltungsorten Schleswig-Holsteins unsere eigenfinanzierten Aufführungen dar. Daneben kann das Theater auch von Veranstaltern engagiert werden.

Zu unserem Repertoire der letzten Jahre gehören Klassiker wie “Schlüssel für zwei” von John Chapman und Dave Freeman , “Verwandte und andere Nachbarn” von Walter G. Pfaus sowie “Pension Paradiso” von Bernd Spehling. Die letzte Saison beendeten wir mit “Gute Geister” von Pam Valentine.

Wir sind ein relativ kleines Ensemble. Die Zahl unserer aktiven Mitglieder beläuft sich auf etwa ein gutes Dutzend im Alter von Anfang/Mitte zwanzig bis in die Sechziger hinein. Wir gehen dem Theaterspiel als Hobby mit Eifer, Enthusiasmus und persönlichem Engagement nach.  Und ist die Begeisterung für und um das Theater auch groß, so steht selbstverständlich zunächst der Beruf der einzelnen im Vordergrund.

Damit sind auch verbunden: Urlaub, Krankheiten, Seminare, Überstunden. Und die eigene Familie soll ja schließlich auch nicht zu kurz kommen.

Erst nach dem beruflichen Feierabend wird geprobt; zu Probenbeginn regelmäßig einmal in der Woche und, je näher wir der Premiere kommen, auch öfter, wie es gerade der Probenstand erfordert. Denn schließlich wollen wir ab Saisonbeginn dem Zuschauer einen netten und amüsanten Abend bereiten.

Sämtliche Einnahmen, sei es aus Eintrittsgeldern, Spenden oder Zuwendungen aus öffentlicher Hand dienen der Deckung der Kosten des Theaters. Neben den Kosten für die Aufführungsrechte fallen darunter der Transport der Kulissen, Saalmieten sowie Requisiten, Kostüme und Maske, um nur einige aufzuzählen. Das Ensemble selbst erhält keinerlei Auslagenersatz oder gar eine Vergütung für sein Engagement. Und so ist es regelmäßig der Applaus unseres Publikums, der uns Balsam für die Seele und Belohnung für die Probenarbeit bedeutet.

Auch wenn wir Amateure, wenn nicht gar Laien sind, so wollen wir doch dem eigenen hochgesteckten Anspruch weitestgehend gerecht werden.

Sobald wir uns in der Sommerpause für ein Stück entschieden haben, beginnt neben der Probenarbeit auch jene Tätigkeit, die dem Zuschauer im ersten Moment nicht augenscheinlich sein mag. Die Kulissen müssen für das neue Stück aufbereitet oder gar erst gebaut, die Requisiten von Aschenbecher bis Zierbrunnen müssen besorgt werden. Die Kostüme werden besprochen. Ein jeder geht seinen eigenen Fundus durch. Wenn nötig, muss eben auch die private Garderobe für das neue Stück erweitert werden.

Auftrittstermine werden gebucht, der Transport muss zuverlässig und kostengünstig organisiert werden. Daneben müssen die lokalen Blätter informiert und gebeten werden, die Termine und hier und da einen kleinen Artikel zu veröffentlichen.

Für die Aufführungen müssen Programmheftchen und die Eintrittskarten entworfen werden, ebenso die Plakate für den Aushang in den ansässigen Geschäften. Der Vorverkauf vor jeder Aufführung wird in vertrauensvolle Hände gelegt.

Aber es soll natürlich auch der Spaß jenseits des Theaters nicht auf der Strecke bleiben. So hat sich im Laufe der Jahre ein zwangloser Stammtisch entwickelt der sich - je nach Lust und Laune - im Anschluss an die Probe in der ein oder anderen Kieler Lokalität einfindet. Und wenn es dann der Jahreswende zugeht, wird es langsam “ernst”. Die Premiere steht vor der Tür, die Kulissen sind transportfertig, alle Utensilien liegen bereit.

Die Spannung steigt, alle sind gesund...und eigentlich kann nichts mehr schiefgehen....

toi toi toi

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